Was bringt Social Media für Unternehmen?

6Social Media lässt sich für Unternehmen nicht als reiner neuer Vertriebskanal abhandeln. Viel mehr geht es um ein neuartiges Dialogwerkzeug, dass dabei helfen kann eine intensive Kundenbeziehungen aufzubauen.

Was kann Social Media dem Unternehmen also bringen? Hier mal einige wichtige Punkte:

1. Kundenbindung und Pflege der Beziehung

Social Media macht es einfacher und kostengünstiger mit Bestands –und Neukunden in Kontakt und Interaktion zu bleiben. So kann das Unternehmen dem Kunden seine Werte näherbringen und über Neuigkeiten informieren. Möglicherweise geschieht dies parallel als Ergänzung zu einem bestehenden Newsletter System.

Der einzelne Nutzer kann für ihn wichtige Informationen sehr einfach weiterempfehlen und im Optimalfall wird ein viraler Effekt erzielt. Die Information wird als wichtig oder witzig deklariert und verbreitet sich im virtuellen Freundeskreis. Dies gelingt zum Beispiel mit einem interessanten Artikel oder auch mit einem unterhaltsamen Video. Eine Empfehlung aus Sicht des Users ist immer ehrlich, denn sie kostet nichts und geht schnell und einfach. Die Reichweite des Unternehmens erhöht sich dadurch im virtuellen Raum und um ein Vielfaches. Der Kunde fühlt sich gut informiert und gleichzeitig wird die Kundenbindung steigen.

2. Steigerung der Markenbekanntheit in der Zielgruppe

Wenn der Social Media Benutzer von einer Marke überzeugt ist wird er als loyaler Botschafter für die Produkte und Services eintreten. Dies beeinflusst weitere potenzielle Kunden aus seinem Freundeskreis in ihrer Kaufentscheidung. Um dieses Ziel zu erreichen, sollte die Strategie festgelegt sein: Was soll langfristig kommuniziert werden und wo ist dafür der rote Faden?

Die sozialen Medien sind zwar nicht in erster Linie für den Vertrieb gedacht, bieten aber mit verschiedenen Anwendungen großes Potenzial für eben diesen. Social Media lässt eine direktere und unmittelbarere Kommunikation zu, als dies früher mit den klassischen Medien möglich war. Es verringert die Abhängigkeit von externen Dienstleistern und gibt dem Unternehmen selbst alle Möglichkeiten seine Außenwirkung zu steuern.

Durch gezielte Ansprache werden Streuverluste mit den Social Media Tools sehr viel geringer. Nutzergruppen können zum Beispiel in Facebook viel gezielter durch ihre demographischen Merkmale angesprochen werden. Für ein Unternehmen bietet sich hierfür das perfekte Werbeumfeld, da ihre Inhalte sehr genau auf die entsprechende Zielgruppe geschaltet werden können. Aufgrund dessen ist eine genaue Abstimmung der Anzeigen auf ihre Zielgruppe unerlässlich. Die Nutzer der sozialen Netzwerke stellen durch ihre Profilangaben bereits den größten Teil ihrer Daten (freiwillig) zur Verfügung.

2. Direktes Kundenfeedback

Verbraucher haben schon immer über die konsumierten Produkte oder Marken gesprochen. Aber heutzutage wird dies immer öfter online erledigt und in schriftlicher und multimedialer Form für die Öffentlichkeit aufgearbeitet. Damit steigt auch die Sichtbarkeit ihrer Meinung. Früher war der Kreis der Persönlichkeiten sehr eng, heutzutage sind es hingegen wildfremde Menschen, die Informationen in sozialen Netzwerken suchen.

Die dort zum Besten gegebenen Erfahrungsberichte der Kunden sind die erste Form der Berichterstattung, denn sie gehen auf individuelle Erlebnisse mit dem Produkt zurück. Dies unterscheidet sich von den Unternehmen, die nur in positiven Tönen von ihren Erzeugnissen berichten. Ein Beispiel wäre ein Bewertungsportal für Urlaub wie HolidayCheck. Immer öfter nehmen Konsumenten das Recht auf Meinungsäußerung wahr und bewerten ihr Erlebnis im Urlaub, dem Smartphone oder einem Buch.

Konsumenten, die von einem Produkt enttäuscht sind, können dies nun sofort und ohne zeitliche Verzögerung preisgeben. Negative Erfahrungen werden sehr viel schneller transparent. Selbstverständlich werden durch positive Kommentare zufriedene Kunden schneller sichtbar. Dieses Feedback kann helfen die Produkte einer Firma zu verbessern und Innovationen voranzutreiben.

Von Unternehmensseite sollte also betrachtet werden, dem User eine Möglichkeit zu geben, Feedback einzureichen. Dies kann zum Beispiel durch die Aktivierung der Kommentarfunktion bei Facebook geschehen. Alternativ können auch Bewertungsplattformen, die nur für Produkte der Firma gedacht sind, erstellt werden. Eine gelungene Umsetzung dieses Gedankens bietet die Firma Tchibo mit ihrer Ideas Plattform. Hierbei können sich Kunden direkt einbringen und Ideen an die Firma herantragen.

3. Vielseitiger Kundendialog

Die traditionellen Kommunikationsformen, wie zum Beispiel Fernsehen, Print oder Radio treten mit dem Konsumenten in eine Richtung im Kontakt. Zunehmend wird dies von einer interaktiven Informationssuche verdrängt. Egal in welcher Branche: Kunden informieren sich stärker durch den Erfahrungsaustausch untereinander.

Traditionelle Kommunikation und Werbung fand in eine Richtungen statt: Vom Sender zum Empfänger. Heute aber gibt es durch die neuen Technologien einen bidirektionalen Austausch. Dadurch ist es möglich sofort ein Feedback auf die gesendete Botschaft zu bekommen. Es wird sichtbar welche Nachrichten dem User gut gefallen und für welche eher kein Interesse hegt. Ein grober Kommunikationsplan sollte die Themen abstecken, aber auch Raum für Experimente lassen. Die Herausforderung in Social Media ist, interessante Inhalte zu publizieren, aber den User nicht mit hoher Frequenz an Botschaften zu überfordern. Sonst könnte er sich schnell belästigt fühlen. Einseitige Markenbotschaften helfen auch nicht dabei eine intensive Kundenbeziehungen zu etablieren.

Es muss vielmehr darum gehen die Beziehungsqualität zu steigern. Das Ziel davon ist, dem Kunden eine Plattform für seine Meinung zu bieten und dann an das Verkaufen zu denken. Es findet eine Transformation von klassischer und traditioneller „One-way“ Kommunikation in einer interaktiven und vielseitigen Dialog statt. Ein Unternehmen kann dies schaffen, indem es positive Kommentare, Lob und Danksagungen von sich gibt. Diese sollten sich von der Konkurrenz abheben. Desto früher ein Unternehmen damit anfängt, umso eher bekommt es das Vertrauen der Kunden in den sozialen Netzwerken, von dem es langfristig profitiert.

4. Social Media als Baustein im Marketing-Mix

Social Media kann also als Baustein im Marketing-Mix betrachtet werden. Die Social Media Werkzeuge können im Vertrieb und in der Kommunikation eingesetzt werden. Für jedes Social Media Tool gibt es einen bestimmten Zweck und eine bestimmte Zielgruppe. Die Zielgruppe erhält hierbei immer Mitspracherecht. Aber nicht nur Kunden sollen überzeugt werden. Auch Aktionäre und Investoren müssen vom Unternehmen überzeugt werden. Für jede Zielgruppe lohnt es sich dementsprechend Inhalte auf einer bestimmten Social Media Plattform zu platzieren.

Eine isolierte Betrachtung der Kommunikation über solche Medien Kanäle ist nicht wünschenswert. Sie sollte immer im Kommunikationsmix mit weiteren Werbeangeboten wie Fernsehen, Print oder Radio betrachtet werden. Ein Beispiel hierbei: Die Nutzung eines Plakates, um auf ein Gewinnspiel oder eine spezielle Kampagne aufmerksam zu machen. Ein Plakat könnte beispielsweise mit einem QR-Code angereichert sein.

Sinn dieser Verknüpfung ist eine breit gestreute Zielgruppenansprache und eine optimale Platzierung der Werbebotschaft an den Kunden. Es sollten auch diejenigen Kunden erreicht werden können, die nicht im Internet sind. Mit einer sinnvollen Streuung steigt auch die Möglichkeit, dass der potentielle Kunde die Kampagne wahrnimmt. Ideal wäre das Aufnehmen der Botschaft über diverse verschiedene Kanäle, sowohl Online als auch Offline.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.